Das Zubereiten von Speisen ist eine lebensnotwendige Tätigkeit, denn gerade in einer Zeit der Fast Food - Gesellschaft ist es besonders wichtig ein gesundes Verhältnis zum Essen zu bekommen.

Bevor wir mit den Kindern etwas kochen oder backen wollen, müssen wir einiges vorbereiten.

Es werden alle benötigten Zutaten besorgt, eine Arbeitsfläche frei geräumt, Küchenutensilien bereitgestellt, Hände gewaschen und Schürzen umgebunden.

Diese Vorbereitungen sind wichtig, damit der Vorgang für das Kind überschaubar ist und die Zubereitung in einer sinnvollen Reihenfolge geschehen kann.

Die zukünftigen Schulkinder sind in der Lage, selbsttätig mitzuwirken, da sie durch ihre Erfahrung selbst schon den Ablauf verinnerlicht und somit den Überblick haben.

Je nach Entwicklungsstufe helfen die Kinder z. B. die Hefe ansetzen, Teig rühren und neue Rezepte auszuprobieren.

Dies hat auch etwas mit Wertevermittlung zu tun, denn Mehl soll nicht verschwendet werden es ist nicht zum Spielen da.

Die ganz Kleinen schauen die ersten Male vielleicht nur zu, dann trauen sie sich auch mitzuarbeiten und lernen kneten und hierbei entstehen vielfältige Formen: Kugelbrötchen, ovale Minibrötchen, Schnecken und Flechtzöpfe oder zur Michaelizeit im September ein Schwert.

Es wird Grob- und Feinmotorik geübt.

Es entsteht eine Beziehung zum Tun, denn Kneten ist nicht Hauen, das verträgt die Hefe nicht, dann geht sie nicht gut auf.

Unterschiedlichste Sinne werden angeregt.

Die Kinder dürfen ein wenig Teig probieren und lernen so den unterschiedlichen Geschmack der ungebackenen und gebackenen Brötchen kennen.

Die Beschaffenheit des Teiges "matschig oder fest, hart oder weich" spricht den Tastsinn an.

Auch das mathematische Denken ist gefragt, z.B. wie viele sind wir heute, wie viele Teig brauchen wir.

Sie helfen beim Abmessen der verschiedenen Zutaten, beim Zählen der Brötchen und beim Beobachten der Zeit der Backdauer.

Sachkunde wird erfahrbar und backen hat auch ein soziales Element, denn wenn keiner Lust hat zum Backen, woher sollen dann die Brötchen kommen?

Die Kinder lernen Verantwortung für den ganzen Prozess des Backens mit zu übernehmen, denn es muss auch wieder abgeräumt, abgewaschen und Raum für weiteres geschaffen werden.

Es wirkt ebenfalls auf das Selbstbewusstsein, denn durch das wiederholte Tun gelangen die Kinder zu der Sicherheit: "Das kann ich gut".

Ihr Selbstwertgefühl wird gestärkt, weil sie durch ihr Schaffen anderen eine Freude machen können, denn Essen ist eine lebensnotwendige Sache